Freiwillige Feuerwehr Elze

Stützpunkt Feuerwehr Wedemark

Elze  Elze

Geschichte

Die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Elze

Bevor es in Elze eine Feuerwehr gab, wurde deren Aufgabe von dem Feuerwehrgeschwornen übernommen. Dieses Amt hatte Jürgen Kohne inne, der sich um die Brandverhütung kümmerte. Zu seiner Zeit waren die meisten Häuser im Fachwerkstil gebaut, einige hatten auch Reetdächer. Sie waren also geradezu perfekte Brandfläche. Daher waren die wichtigsten Brandbekämpfungsregeln im ganzen Ort bekannt. Die bedeutendesten Dokumente wurden sogar in Truhen oder ähnlichem in Nähe von Außentüren gelagert, um im Falle eines Brandes sofort auf den Hof gebracht zu werden.

Auch eine Löschordnung war zu dieser Zeit bereits vorhanden, laut dieser musste jeder bereits volljährige im Falle eines Brandes sofort zur Brandstelle eilen. Zudem sollte jeder Helfende einen Ledereimer zum Löschen mitbringen. Zudem war eine Kübelspritze vorhanden. Die Feuerbekämpfungsmittel waren demnach eher dürftig und daher ist es verständlich, dass auf den Giebelbalken der Häuser häufig um Gottes Schutz gebeten wurde.

Es gab in Elze fünf Feuerlöschteiche, Notkuhlen genannt. Eine in der Poststraße, eine weitere an der Ecke Mittelstraße, Plumhoferstraße und eine dritte In der Horst. Die vierte befand sich in der Alten Trift und die fünfte und somit auch letzte zwischen Apfelchaussee und Meitzer Straße.

Feuerwehrhaus an der Poststraߟe in Elze (Wedemark)

Altes Feuerwehrgerätehaus
(© l.schmiegel)

Im Jahre 1897 wurde dann die freiwillige Feuerwehr zu Elze unter der Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Carl Rieckmann gegründet. Elze zählte damals schon rund 522 Einwohner. Bei der Gründerversammlung traten 32 Elzer Männer der freiwilligen Feuerwehr bei. Die Wehrführer wurden demokratisch gewählt und erhielten militärische Titel. Einer ihrer ersten Einsätze, so erzählte der ehemalige Hornist und Ortsbürgermeister Wilhelm Sprengel, war der Brand eines Schuppens, den ein ortsfremder Junge legte, um die Feuerwehr auf Probe zu stellen. Der Schuppen brannte zwar ab, der frischgegründeten Feuerwehr gelang es jedoch, die Flammen daran zu hindern auf das Haus überzugreifen.

Bei einem anderen der ersten Einsätze, steckte ein Elzer Jugendlicher das Buschholz auf einem Hof in Brand. Später gestand er, dass er das Feuer legte, um die Feuerwehr nicht immer nur bei Übungen sondern auch mal im Einsatz beobachten zu können. Anschließend kam die Feuerwehr dann aber auch bei vielen Großbränden in Nachbarorten und bei Waldbränden zum Einsatz.

Statt der noch nicht erfundenen Sirene gab es das Einsatzhorn. Der Stabhornist fuhr mit dem Fahrrad durch den Ort und rief durch das Hornblasen alle Feuerwehrmänner zusammen. Erster Hornist war bis 1934 Willi Sprengel. Zu früheren Zeiten wurde jede Großübung noch mit einer Parade, die durch den Spielmannszug begleitet wurde, abgeschlossen. Außerdem war es für jedes Mitglied des Wehr-Führercorps Pflicht, den Militärdienst von 3 und später 2 Jahren absolviert zu haben. Die damaligen Uniformen waren aus graugrünem Tuch und hatten Ärmelbändchen. Dazu wurde eine Lederkoppel mit Schloss und ein Helm mit Raupe getragen. Die Uniform des „Führungschor“ war aus dem gleichen Stoff jedoch als Gehrock geschnitten, und der Helm hatte eine knopfartige Spitze, der des Hauptmanns hatte eine lange.